Am Ende steht ein Schrank, der nicht nur den Raum optimal nutzt, sondern auch optisch überzeugt. Wichtig ist, dass Sie die Türen oder Klappen in der Schräge so wählen, dass sie sich leicht öffnen lassen und nicht gegen die Decke stoßen. Eine gute Wahl sind hier Schiebetüren oder Falttüren, die wenig Platz benötigen. Prüfen Sie nach der Montage alle Funktionen und justieren Sie die Scharniere nach – das garantiert eine lange Lebensdauer und eine ruhige, gleichmäßige Bewegung. So wird der Einbauschrank unter der Dachschräge zu einem festen Bestandteil Ihres Zuhauses, der viele Jahre Freude bereitet.
Der nächste Schritt ist das Anschleifen der glasierten Fliesen. Ohne diese Maßnahme haftet der Lack nicht dauerhaft. Man verwendet Schleifpapier mit einer Körnung von etwa 120 bis 150 und schleift die gesamte Fläche gleichmäßig an. Das Ziel ist nicht, die Glasur zu entfernen, sondern sie aufzurauen. Anschließend muss der entstandene Schleifstaub sorgfältig abgesaugt und mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Wichtig: Nach dem Schleifen nicht mehr mit bloßen Fingern über die Flächen fassen, da Hautfett die Haftung beeinträchtigt. Wer eine besonders glatte Oberfläche wünscht, trägt nach dem Schleifen eine Haftgrundierung auf, die speziell für glatte Untergründe geeignet ist.
Die Lackierung selbst: dünne Schichten und Geduld Beim Mischen des Zweikomponenten-Lacks hält man sich exakt an die vom Hersteller vorgegebenen Mischungsverhältnisse. Eine falsche Dosierung führt dazu, dass der Lack nicht richtig aushärtet und später weich bleibt. Man mischt nur so viel an, wie man in etwa zwanzig bis dreißig Minuten verarbeiten kann, da das Gemisch nach der Verarbeitungszeit unbrauchbar wird. Für die erste Schicht verwendet man am besten einen kurzflorigen Lackroller für glatte Flächen. Die Schicht muss dünn sein; zu viel Material auf einmal führt zu Läufern und einer unebenen Oberfläche. Die erste Schicht dient als Basis und deckt in der Regel noch nicht vollständig.
Wer sich für einen Bausatz entscheidet, sollte unbedingt darauf achten, dass die Anleitung verständlich ist und alle Teile vorhanden sind. Häufig fehlen in den Kits spezielle Winkel oder Verbinder für Schrägen. Eine gute Vorbereitung spart hier viel Zeit: Legen Sie alle Teile sortiert aus und vergleichen Sie sie mit der Stückliste. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Montage selbst durchführen können, ist es ratsam, zumindest die ersten Schritte von einer zweiten Person assistieren zu lassen – gerade beim Anheben und Ausrichten der großen Seitenteile.
Die Trocknungszeit ist der Punkt, an dem die meisten ungeduldig werden. Silikon braucht je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur zwischen zwölf und 24 Stunden, bis es vollständig ausgehärtet ist. Bei niedrigen Temperaturen kann es auch länger dauern. Während dieser Zeit darf die Fuge nicht mit Wasser in Berührung kommen. Duschen oder Baden ist also tabu. Wer zu früh Wasser an die frische Fuge lässt, schwemmt die Masse aus und muss von vorne beginnen. Ein Trick, um die Trocknung zu beschleunigen: das Fenster öffnen oder einen Ventilator aufstellen. Aber auch dann nicht weniger als zehn Stunden warten.
Bei der Montage selbst sollten Sie systematisch vorgehen. Zuerst wird der Schrankkorpus aufgebaut und anschließend an die Wand geschraubt. Bei schrägen Decken ist es unerlässlich, die oberen Abschlussleisten oder Blenden exakt anzupassen. Hier ist eine Gehrungssäge oder zumindest eine feine Handsäge hilfreich. Ein typischer Fehler ist, die Blenden zu knapp zu bemessen und anschließend Ritzen mit Silikon zu füllen. Besser ist es, die Leisten leicht übergroß zu lassen und dann millimetergenau nachzureiben. Zudem sollte der Schrank hinten eine ausreichende Belüftung haben, insbesondere wenn er an einer Außenwand steht – das beugt Schimmelbildung vor.
Die Trocknungszeit zwischen den Schichten ist entscheidend. Sie darf nicht verkürzt werden, auch wenn die Oberfläche sich trocken anfühlt. Die chemische Aushärtung dauert deutlich länger als das Verdunsten der Lösungsmittel. Nach der vorgegebenen Zeit trägt man die zweite Schicht auf. In den meisten Fällen sind zwei bis drei Schichten notwendig, um ein gleichmäßiges, sattes Ergebnis zu erzielen. Besonders bei stark beanspruchten Flächen in der Küche oder direkt an der Dusche ist eine dritte Schicht ratsam. Zwischen den Schichten sollte man die Oberfläche nicht anschleifen, da dies die Struktur des Lacks unnötig aufraut.
Alte Silikonfugen in Dusche oder Badewanne sind nicht nur ein optisches Problem. Wenn sie Risse bekommen oder sich schwarz verfärben, dringt Feuchtigkeit in die Wand ein. Dahinter entstehen mit der Zeit Stockflecken, die sich nur schwer wieder entfernen lassen. Wer die Fugen erneuern will, sollte nicht einfach neue Silikonmasse über die alte auftragen. Das hält nur kurz und sieht schnell unsauber aus. Entscheidend ist die richtige Vorbereitung – und genau dort passieren die meisten Fehler.
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